Die Lagersituation am Standort erfordert Neubauten

Die KTE betreibt auf ihrem Betriebsgelände Lagergebäude für schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Die Lagerkapazitäten wurden seit Ende der 1970er-Jahre mehrfach erweitert und sind mittlerweile nahezu erschöpft. Der Grund: Das geplante Bundesendlager Schacht Konrad ist noch nicht in Betrieb. Zur Aufrechterhaltung der Rückbauarbeiten am Standort sind weitere Kapazitätserweiterungen für schwach- und auch mittelradioaktive Abfälle notwendig.

Im Zuge dieser Erweiterungen entstehen zwei neue Gebäude, wodurch die Lagerkapazität für die beim Rückbau anfallenden radioaktiven Abfälle am Standort auf fast 100.000 Kubikmeter erhöht wird.

Für das erste der beiden Bauvorhaben - das Lagergebäude L566 in dem später mittelradioaktive Abfälle gelagert werden sollen - wurden die Bauarbeiten im August 2016 begonnen. Der Rohbau von L566 wurde im März 2018 abgeschlossen. Seitdem läuft der Innenausbau. Beschichtungs- und Malerarbeiten wurden im Gebäude ausgeführt.
Kranschienen, Lüftungskomponenten sowie Türen und Tore wurden montiert. Anfang 2019 wurden zusätzlich die Großkomponenten wie Fassmanipulator und Wandschwenkkran eingebaut.

Das zweite Bauvorhaben - das Gebäude L567 - wird die erforderliche Logistik für die Abgabe an das geplante Endlager Schachtanlage Konrad sowie eine Bereitstellungsfläche für fertige Endlagergebinde enthalten. Das Gebäude ist 117 m lang, 23 m breit und 22 m hoch. Im Juni 2018 haben die Rohbauarbeiten von L567 begonnen. Die 1,50 m starke Bodenplatte konnte planmäßig im Oktober 2018 fertiggestellt und die Rohbauarbeiten im Mai 2019 abgeschlossen werden. In 2020 erfolgten der gebäudetechnische Ausbau sowie die Montagen des 32t-Krans und der Vergießanlage. Aktuell finden Restarbeiten hauptsächlich im Bereich Elektrotechnik sowie die Herstellung der Außenanlagen statt.

Über das Erreichen von für das Projekt wichtigen Meilensteinen sowie den weiteren Baufortschritt wird die KTE an dieser Stelle regelmäßig berichten.

Ihre Meinung ist uns wichtig

Im Zuge der Bauvorhaben zur Erweiterung der Lagerkapazitäten für schwach- und mittelradioaktive Abfälle auf unserem Betriebsgelände sind wir als KTE in einen anhaltenden Dialog getreten. Der begonnene Informationsprozess wird fortgesetzt. Auf diesen Seiten, in den Amtsblättern der Standortgemeinden sowie in den regionalen Medien will die KTE alle Interessierten kontinuierlich über den weiteren Fortgang der geplanten Bauvorhaben informieren.

Wir setzen Maßstäbe.
Mit Sicherheit.

Hintergrundinformationen

Für die vorgesehenen Erweiterungsmaßnahmen läuft neben den Bauanträgen das atomrechtliche Genehmigungsverfahren. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat am 12. August 2015 bekannt gemacht, dass mit den geplanten Maßnahmen „keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen“ verbunden sind. Daher war ein formales Öffentlichkeitsbeteiligungsverfahren nach § 12 UVPG (Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung) nicht erforderlich. Dennoch informiert die KTE die Öffentlichkeit umfassend über die geplanten Neubauprojekte.

Gern nehmen wir Ihre Fragen entgegen. Dazu haben Sie folgende Möglichkeiten:

per Post an:

Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH
Postfach 1263
76339 Eggenstein-Leopoldshafen

per Fax an: 07247 4755

per E-Mail an: kontakt