Baustelle

Die Lagersituation am Standort erfordert Neubauten

Die KTE betreibt auf ihrem Betriebsgelände Lagergebäude für schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Die Lagerkapazitäten wurden seit Ende der 1970er-Jahre mehrfach erweitert und sind mittlerweile nahezu erschöpft. Der Grund: Das geplante Bundesendlager Schacht Konrad ist noch nicht in Betrieb. Zur Aufrechterhaltung der Rückbauarbeiten am Standort sind weitere Kapazitätserweiterungen für schwach- und auch mittelradioaktive Abfälle notwendig.

Im Zuge dieser Erweiterungen sollen bis zum Jahr 2020 zwei neue Gebäude entstehen, wodurch die Lagerkapazität für die beim Rückbau anfallenden radioaktiven Abfälle am Standort auf fast 100.000 Kubikmeter erhöht wird.

Das erste der beiden Bauvorhaben - das Lagergebäude L566 in dem später mittelradioaktive Abfälle gelagert werden sollen - wird zuerst errichtet. Nach dem Beginn der vorbereitenden Arbeiten im August 2016 und der folgenden Stabilisierung der Baugrube wurde nach Eingang der Genehmigungen im Frühjahr 2017 mit den Betonarbeiten begonnen. Der Rohbau von L566 wurde im März 2018 abgeschlossen. Beschichtungs- und Malerarbeiten wurden im Gebäude ausgeführt. Derzeit (Stand Sommer 2018) werden Kranschienen, Lüftungskomponenten sowie Türen und Tore montiert. Die Lagerzellen werden mit Edelstahlwannen ausgekleidet.

Der zweite Neubau - das Gebäude L567 - wird die erforderliche Logistik für die Abgabe an Konrad sowie eine Bereitstellungsfläche für fertige Endlagergebinde enthalten. Die Genehmigung für die Errichtung dieses Gebäudes liegt seit Ende 2017 vor. Vorbereitende Arbeiten im Bereich des Baugeländes sind abgeschlossen. Im Juni 2018 haben die Arbeiten an der Bodenplatte von L567 begonnen. Diese 1,50m starke Betonplatte wird in fünf Segmenten gegossen. 

Über das Erreichen von für das Projekt wichtigen Meilensteinen sowie den weiteren Baufortschritt wird die KTE an dieser Stelle regelmäßig berichten.

Ihre Meinung ist uns wichtig

Im Zuge der Bauvorhaben zur Erweiterung der Lagerkapazitäten für schwach- und mittelradioaktive Abfälle auf unserem Betriebsgelände sind wir als KTE in einen anhaltenden Dialog getreten. Der begonnene Informationsprozess wird fortgesetzt. Auf diesen Seiten, in den Amtsblättern der Standortgemeinden sowie in den regionalen Medien will die KTE alle Interessierten kontinuierlich über den weiteren Fortgang der geplanten Bauvorhaben informieren.

Wir setzen Maßstäbe.
Mit Sicherheit.

Hintergrundinformationen

Für die vorgesehenen Erweiterungsmaßnahmen läuft neben den Bauanträgen das atomrechtliche Genehmigungsverfahren. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat am 12. August 2015 bekannt gemacht, dass mit den geplanten Maßnahmen „keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen“ verbunden sind. Daher ist ein formales Öffentlichkeitsbeteiligungsverfahren nach § 12 UVPG (Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung) nicht erforderlich. Dennoch informiert die KTE die Öffentlichkeit umfassend über die geplanten Neubauprojekte.

Gern nehmen wir Ihre Fragen entgegen. Dazu haben Sie folgende Möglichkeiten:

per Post an:

Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH
Postfach 1263
76339 Eggenstein-Leopoldshafen

per Fax an: 07247 4755

per E-Mail an: dialog(at)kte-karlsruhe.de