Mann fährt Gabelstabler

Zwischenlagerung bei KTE

KTE betreibt Lagergebäude für schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Die Lagerkapazitäten wurden seit Ende der 1970er-Jahre mehrfach erweitert. Das Bundesendlager Schacht Konrad ist noch nicht in Betrieb, Abtransporte sind deshalb nicht möglich.

Zur Aufrechterhaltung der Rückbauarbeiten am Standort sind weitere Kapazitätserweiterungen für schwach- und auch mittelradioaktive Abfälle notwendig. Bis zum Jahr 2020 sollen zwei neue Gebäude entstehen, wodurch die Lagerkapazität für die beim Rückbau anfallenden radioaktiven Abfälle auf fast 100.000 m3 erhöht wird.

Erweiterung der Lagerkapazitäten

Regelmäßige Kontrolle der Fässer

Seit 2005 bis heute wurden mehr als 27.800 Abfallproduktfässer auf ihren Zustand überprüft. Hierbei stellte sich im Mittel ein Wert von ca. 11% an Fässern heraus, die Korrosionserscheinungen zeigen. Die Erfahrung bei der Inspektion der Fässer zeigt, dass die Anzahl der Abfallproduktfässer mit Korrosionserscheinungen abhängig von der Konditionierungsart und dem Konditionierzeitraum ist. Fässer mit zementierten Verdampferkonzentraten weisen auf Grund der chemischen Eigenschaften vermehrt Korrosionserscheinungen (ca. 20 bis 25 % des Gesamtbestandes) auf. Zementierte Konzentrate aus dem Zeitraum 1992 bis 1995 sind besonders auffällig. Demgegenüber weisen bei verpressten oder verbrannten Mischabfällen nur 1 bis 3 % der Fässer Korrosionserscheinungen auf. Die Halbjahreswerte der Fasskontrolle schwanken somit deutlich.

Die bisherige Überprüfungsaktion hat gezeigt:  

  • Kein Behälter war aufgrund von Korrosionserscheinungen außen kontaminiert.
  • Es ist keine Radioaktivität ausgetreten.
  • Es waren und sind keine Fässer oder Container mit Korrosionserscheinungen frei zugänglich.

Eine vollständige Überprüfung aller heute vorhandenen Container und der darin befindlichen Fässer wird - auch wegen der aufwändigen Umlagerung der Container - noch einige Jahre andauern. Auch danach wird die Inspektion bis zur Einlagerung der Container in das Endlager KONRAD routinemäßig fortgesetzt.

Wir setzen Maßstäbe.
Mit Sicherheit.

Geplante Endlagerung im Schacht Konrad

Die radioaktiven Abfälle der KTE werden für die Einlagerung im Bundesendlager Schacht Konrad vorbereitet. Dieses befindet sich noch im Aufbau. Um die Endlagerungsbedingungen einzuhalten erfolgt die Verarbeitung von Abfällen zu endlagerfähigen Produkten nur auf Basis von Ablaufplänen, die vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) freigegeben sind. Für Altabfälle aus der Zeit vor der Festlegung der Endlagerungsbedingungen für Konrad müssen zum Teil alte Ablaufpläne überarbeitet und die betroffenen Abfallgebinde anschließend entsprechend nachkonditioniert werden.

Je nach radiologischem Zustand der Abfälle kommen Verpackungen aus verschiedenen Materialien und unterschiedlicher Wandstärke zum Einsatz. Maßgebend für die Wahl der Verpackung ist, dass an den Gebindeoberflächen die zulässigen Dosisleistungswerte eingehalten werden. Alle Verpackungen müssen eine Zulassung für die Einlagerung in Konrad besitzen. Für bereits hergestellte Abfallgebinde ist unter Umständen eine Nachqualifizierung der Behälter erforderlich. Umfangreiche Produktkontrollmaßnahmen begleiten die endlagergerechte Konditionierung und Verpackung. Für die Endlagerdokumentation sind die Angabe des radioaktiven Inventars sowie eine stoffliche Charakterisierung der Abfälle erforderlich. Für bereits konditionierte Altabfälle muss die radiologische Deklaration dem heutigen Stand angepasst werden.

Die KTE wird mit der Abgabe ihrer Abfälle an das Endlager Schacht Konrad beginnen, sobald dieses annahmebereit ist. Der geplante Einlagerungsbeginn hat sich im Laufe der Jahre mehrfach nach hinten verschoben. Derzeit wird eine Inbetriebnahme nicht vor dem Jahr 2027 erwartet. Der Abtransport aller auf dem Gelände der KTE befindlichen Abfälle wird dann etwa 30 bis 40 Jahre in Anspruch nehmen.