Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe WAK

Die Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe, kurz WAK-Anlage, wurde in den 1960er Jahren als Pilotanlage für eine spätere kommerzielle Wiederaufarbeitung errichtet. Durch Wiederaufarbeitung können aus den in Kernreaktoren ausgedienten Brennstäben die wieder verwertbaren Bestandteile gewonnen werden. Von 1971 bis 1990 wurden in der WAK-Anlage über 200 Tonnen Kernbrennstoffe aus verschiedenen Versuchs- und Leistungsreaktoren aufgearbeitet. Uran und Plutonium wurde von den Spaltprodukten abgetrennt und in neuen Brennelementen wieder eingesetzt. 

Die hochradioaktive Abfalllösung aus dem Aufarbeitungsprozess, High Active Waste Concentrate (HAWC) genannt, verblieb in den Lagergebäuden der WAK-Anlage. Das Projekt einer eigenen deutschen kommerziellen Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf wurde 1989 eingestellt. 1991 wurde auch der Wiederaufarbeitungsbetrieb in Karlsruhe endgültig eingestellt und der vollständige Rückbau der Anlage eingeleitet. 

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